Das therapeutische Angebot

Die Verhaltenstherapie ist eine wissenschaftlich begründete Behandlungsmethode, deren Wirksamkeit in vielen Experimenten nachgewiesen wurde. Besonders gute Behandlungserfolge lassen sich bei Ängsten, Zwängen und Depressionen jeglicher Art beobachten. Aber auch die Magersucht, die Bulimie oder andere Essstörungen lassen sich mit der Verhaltenstherapie erfolgreich behandeln.

Ob sie an einer seelischen Erkrankung leiden, lässt sich in einem Vorgespräch in der Praxis feststellen. Die meisten seelischen Problemstellungen lassen sich gut im Rahmen einer Einzeltherapie bearbeiten. In der Regel reicht hier eine Therapiestunde pro Woche aus. In anderen Fällen ist auch eine Gruppentherapie hilfreich. Über die richtige Behandlungsmethode wird in den Vorgesprächen entschieden.

Der therapeutische Ansatz

Die Behandlung setzt bei Ihrer persönlichen Lebensgeschichte an. Die aktuellen Probleme lassen sich oft auf früher gelernte Muster oder seelische Schemata zurückführen, mit denen es einst gelang sein Leben zu bewältigen. In einer veränderten Lebenssituation stellt sich dann heraus, dass die alten Bewältigungsformen nicht mehr ausreichen. Auch seelische Erkrankungen sind Lösungsversuche des Seelischen mit schwierigen Situationen zurechtzukommen.

In der Therapie ist es wichtig, die alten Muster zu erkennen und zu verstehen, warum sie jetzt als Bewältigungsformen nicht mehr ausreichen. Dann ist festzulegen, was eigentlich verändert werden sollte, damit die Symptome als belastende Lösungsversuche wegfallen oder durch bessere Lösungsstrategien ersetzt werden können.

Man könnte die Situation eines Patienten auch bildlich so beschreiben: Jeder bekommt in seiner Jugend, Kindheit, in der Schule und in der Ausbildung, einen Handwerkskasten mit auf den Lebensweg. Später stellt sich dann heraus, dass in bestimmten Situationen ein Werkzeug fehlt. Oder das Werkzeug ist zwar da, aber man traut sich nicht es zu benutzen. Oder man weiß nicht, wie es richtig angewendet wird. Aufgabe der Therapie ist es dann diesen Werkzeugkasten zu ergänzen. Dies geschieht im Einvernehmen mit dem Patienten, der in der psychotherapeutischen Arbeit seine Therapieziele selbst festlegt (entwirft).

Mit der Verhaltenstherapie lassen sich einerseits bestimmte hinderliche Denkmuster umarbeiten. Es können auch bestimmte seelische Fertigkeiten aufgebaut und trainiert werden, die vorher nicht oder in nicht ausreichendem Maße verfügbar waren.

Die Psychotherapie ist eigentlich ein bisschen wie Arbeit. Damit ist gemeint: es ist nicht immer angenehm an der eigenen Veränderung zu arbeiten, manchmal ist es auch anstrengend. Aber auch immer spannend, wenn man seelisches Neuland betritt und zu neuen Ideen über sich selbst und sein Umfeld kommt. Die positiven Effekte dieser Arbeit treten oft auch schnell ein, weil Lösungen sichtbar werden, die man vorher selbst nicht sehen konnte. Und weil man mit dem psychotherapeutischen Begleiter mehr Mut verspürt, seine Problemstellungen anzugehen.

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